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Einer der ältesten Bewohner im Quartier.
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Der attraktive Fußweg von der Landesgartenschau her soll vilsaufwärts durch die Schiffgasse hindurch fortgeführt werden und zum Promenieren einladen. Man passiert dabei auch die Stadtbrille, das Wahrzeichen Ambergs.

5 Sinne: Sehen
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Bei der Schiffgasse der Gegenwart handelt es sich vorwiegend um ein Wohnquartier, um einen ganz normalen Straßenzug also, welcher den ganz alltäglichen Bedürfnissen seiner Nutzer, sprich: der Anwohner, genügen muss. Über die beiden verpflichtenden Bürgerbeteiligungstermine hinaus hielt das Stadtplanungsamt nach teils hitzigen Diskussionen eine Anwohnerversammlung ab, bei der die Neuerungen dargelegt und erläutert wurden.
Auf diese Weise ist es gelungen, die Anwohner in den Entscheidungsprozess mit einzubinden und einen tragfähigen Kompromiss zu finden. Es wurde ein Konsens hergestellt, mit dem alle leben können, da er auch Spielräume lässt, etwa bezüglich der Stellplätze. Für deren Platzierung wird der glückliche Umstand genutzt, dass die Fassadenflucht in ihrem Grundriss nicht plan zur Straße verläuft. In den verbleibenden Winkeln können Autos direkt an den Häusern untergebracht werden, ohne dass sie durch die Fenster im Hochparterre zu sehen sind. Je nach Wunsch der jeweiligen Anwohner ist in diesen Nischen ein Stellplatz vorgesehen oder eben nicht. Einen weiteren Vorteil bringen die dort parkenden Autos mit sich: Sie drücken den Auto- und Radverkehr von den Häusern weg, so dass an den Hauseingängen eine Pufferzone entsteht.

Gegendertes Pflaster
Als Stadt kann Amberg auf eine 950 Jahre währende Geschichte zurückblicken. Bei Sanierungen ist die mittelalterliche Anmutung insbesondere des Stadtkerns zu berücksichtigen. Dies gilt auch für den Bodenbelag. Im Vergleich zwischen geteerten Straßen und Gassen und solchen mit Pflasterbelag zeigt sich, dass nur ein kleinteiliges Pflaster Atmosphäre vermittelt. Andererseits soll der Bodenbelag für den täglichen Gebrauch gut begehbar sein, so dass eine Lösung beides vereinen muss: Historisches Flair und Bequemlichkeit. Bereits in den 1990er Jahren hat sich das Münchner Architektenbüro Kampik grundsätzlich Gedanken zum Thema Bodenbeläge auf Ambergs Straßen und Plätzen gemacht.

Rückbau der Gehsteige
In der Schiffgasse werden die Gehsteige im Zuge der Sanierung entfernt. Was auf den ersten Blick nach einer Benachteiligung der Fußgänger aussieht, gestaltet sich bei näherem Hinsehen als Vorteil. Abgesehen davon: Straßen und Gassen ohne Trottoir entsprechen dem historisch überlieferten Stadtbild. Insofern lässt sich durchaus von einem Rückbau sprechen, welcher die Wichtigkeiten von Autoverkehr und dem “Verkehrsmittel” Fußgänger zurechtrückt: Ein Fahrstreifen für die Autos wird zwar integriert, aber Fußgänger und Radfahrer dürfen ihn gleichberechtigt nutzen.
Stadtbaurätin Martina Dietrich dazu: “Die Straße wird insgesamt ebenerdig ausgebaut. Es soll also keinen abgesetzten Fußgängerbereich mehr geben, sondern wir haben eine Mischfläche. Damit kann sich der Fußgänger viel freier bewegen. Der Autofahrer muss aufpassen, also kann nicht einfach durch die Straße durchpreschen, weil ja Leute die Straße queren und sich auch in dem Bereich aufhalten können. Durch diese Mischfläche tritt eine Verkehrsberuhigung ein. Der Autofahrer ist nämlich nicht bevorrechtigt, sondern der Straßenabschnitt hat eine ganz andere Aufenthaltsqualität, was sich psychologisch so auch vermittelt. Aber wir schließen die Autofahrer nicht aus. Die Position, dass das eine reine Uferpromenade wird, wo kein Auto mehr durchfahren darf, ist mit den Anliegern diskutiert worden, und war nicht gewünscht. Wir haben die Funktionen in diesem Bereich aufgenommen. Das ist überwiegend Wohnen, und die Leute wollen da hinfahren, wollen da was ausladen und wollen da auch parken.”

Gleiche Chancen: Die beruhigte Stadt
Neugestaltung der Schiffgasse in Amberg

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Umdenken im Detail
Neues von Planern und Nutzern.

Bürgerbeteiligung in Planungsprozessen
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