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Firmenschild am Hexenhäuschen in der Paulanergasse.

Handwerk aus Passion
11 Jahre „Der Goldschmied“
Vom Einmaleins der Kreativität

Auf elf Jahre „Der Goldschmied“ kann Sebastian Baron von der Recke inzwischen zurückblicken. Bereits 2008 hätte er das 10jährige Bestehen seines Amberger Geschäfts feiern können. Aber er jubiliert lieber jetzt, 2009, nach 11 Jahren also. Die Elf sei nun einmal die Zahl des Meisters, so von der Recke. „Bei der Elf braucht man eins und eins nur noch zusammenzählen, und am Ende kommt dann vielleicht sogar eine Drei heraus, sprich: Was ganz Neues.“
Was sich anhört wie ein Lehrstück aus dem Hexeneinmaleins, hat durchaus Hand und Fuß. Sebastian Baron von der Recke ist zwar Goldschmiedemeister, aber wenn es um seine Schmuckstücke geht, setzt er gern auf die Alchemie. Nicht, dass er glaubt, den Stein der Weisen gefunden zu haben. Aber bei seinen Kunden möchte er am liebsten den schöpferischen Zufall oder auch Einfall mit im Spiel haben. Eins plus eins, das ist schon mal zwei, nämlich der Goldschmiedemeister und sein jeweiliger Kunde. Herauszukitzeln, was sie/er sich als fertiges Schmuckstück wünscht, sieht von der Recke als seine wichtigste Aufgabe. Wenn dabei eine neue Idee entsteht, die am Ende alle zufrieden stellt, dann ist eins plus eins eben nicht zwei, sondern drei, auch wenn dabei alles mit rechten Dingen zugeht.
Zunehmend hat der Goldschmiedmeister in den vergangenen Jahren eigene Ideen verwirklicht und daraus ganze Schmuckkollektionen entwickelt. Die „Amberger Kollektion“ mit Nachbildungen historischer Bauwerke in fein ziseliertem Edelmetall ist nur eine davon. Schmuckstücke wie diese können ohne weiteres auch Herren tragen, zum Beispiel als funkelndes Highlight am Revers eines Sakkos. Wie jeder Kunsthandwerker bewege er sich bei Entwurf und Umsetzung im „Spannungsfeld zwischen eigenen Vorstellungen und den Kundenwünschen.“ „Was ist schön, was ist nicht schön?“ Über Geschmack lässt sich nach Ansicht des Goldschmiedemeisters entgegen der landläufigen Meinung durchaus streiten. An erster Stelle steht für ihn aber das handwerkliche Können. Darauf lasse sich aufbauen, je nach Vorliebe und Absprache mit dem Interessenten. Neuerdings setzt der Goldschmiedemeister auf die Sprache. Die Kundin/der Kunde kann sich einen eigenen Vers oder Wahlspruch ausdenken, der dem Edelmetall aufgeprägt wird. Lesen könne man die lupenreinen Worte nur mit dem Vergrößerungsglas. Aber liegt nicht gerade darin das Geheimnis eines solchen Einzelstücks?

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Fantastische Welten: Sebastian Baron von der Recke mit Fabeltier.

Handwerk aus Passion
11 Jahre „Der Goldschmied“

11 Jahre "Der Goldschmied"
Jubiläum in der Paulanergasse