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Die Ware lebt
Tipps zum Lagern
Viele Keller sind zu trocken

Im Eisberg-Viertel hat Graf schon bessere Zeiten gesehen. Denn obwohl es dort noch viele Häuser aus den 1920er Jahren mit kühlen Kellern gibt, werden die Abnehmer weniger. Viele alte Leute sterben weg und die Jüngeren, die nachziehen, bauen Heizungen ein, deren Rohre die Keller zu sehr erwärmen. Kartoffeln aber brauchen es dunkel, kühl und feucht. Wenn man sie dem Tageslicht aussetzt, werden sie grün. Bei zu viel Wärme treiben sie aus, und wenn die Luft zu trocken ist, verschrumpeln sie. Die kleinen Triebe sind kein großes Problem. Man kann sie vor dem Kochen einfach entfernen. Auch kann man schrumpelige Kartoffeln in kaltes Wasser legen und sie so wieder „aufpeppen“. Grüne Kartoffeln dagegen sollte man nicht mehr verzehren, weil sie schlichtweg giftig sind. Dies gilt auch für Blüten und Kraut.
Brigitte Trummer, ebenfalls aus Hahnbach, rät vom langfristigen Einlagern über die Weihnachtstage hinaus generell ab. Der Hof, den sie zusammen mit ihrem Mann Georg bewirtschaftet, ist seit 60 Jahren in Familienhand. Erfahrungsgemäß werde „nicht mehr eingekellert“, sagt sie. Die meisten Kunden holen die „Ware je nach Bedarf frisch“, und zwar sommers wie winters. Auch sei „das Verarbeitete im Kommen“. Fertigprodukte oder Halbfertigprodukte versteht sie darunter, die man im Supermarkt erstehen kann, wie etwa bereits geschälte und dann vakuumverpackte Kartoffeln. Gegen die Zeitersparnis von solchen Erzeugnissen führt sie für den Selbstvermarkter ein Mehr an Qualität ins Feld: „Er kann es sich einfach nicht erlauben, dass er einen grünen oder schadhaften Kartoffel verkauft.“ Auch die garantierte Sortenreinheit sieht Brigitte Trummer als Pluspunkt an. Berechtigte Reklamationen nehme man bei Trummers immer an, denn „die Ware lebt“ und man stecke nicht drin. Für alle Kartoffeln gilt aber, dass man sie aus der Plastiktüte nehmen sollte, bevor man sie in den Kühlschrank legt, denn wie gesagt: Die Ware lebt!

Frischer geht es nicht
Als Direktvermarkter unterwegs

Die Ware lebt
Tipps zum Lagern

Konventionell oder ökologisch?
Anbau im Landkreis Amberg-Sulzbach